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Eine große Anzahl von Tibetern im Ausland akzeptiert die "Exilregierung" nicht
    Datum:2009-11-10 Quelle: tibet328.cn Autor:  

Die Gaxag, die in Dharamsala gegründet wurde, hat nie die Anerkennung und Unterstützung von den mehr als 100 000 zählenden Tibetern, die im Ausland leben, insbesondere denjenigen, die aus den von den Tibetern bevölkerten Gebieten in den Provinzen Sichuan, Qinghai, Gansu und Yunnan geflohen waren, gewonnen. Viele waren hereingelegt, betrogen oder gezwungen worden, ins Ausland zu gehen. Einige flohen, um den demokratischen Reformen und anderen Konflikten in ihren Heimatdörfern zu entkommen. Nicht alle von ihnen betrachteten die "Unabhängigkeit Tibets" als ihr politisches Ziel.

Regional gesehen, hatten die Tibeter in den Provinzen Sichuan, Yunnan, Gansu und Qinghai, die in den vergangenen Jahrhunderten unter der direkten Zuständigkeit der Zentralregierung und der Herrschaft von Stammesoberhäuptern, Baihu (100 Haushalte)-behörden und Qianhu (1000 Haushalte)Behörden gestanden hatten, in gewissem Grad engere Verbindungen mit der Bevölkerung anderer Nationalitäten im Landesinnern als mit der des U-Tsang. Sie waren nie unter der Kontrolle der Gaxag-Regierung gewesen, und würden die Herrschaft der "Exilregierung", die sich hauptsächlich aus Figuren der Oberschicht des U-Tsang zusammensetzt, nicht wirklich akzeptieren können.
Von den verschiedenen Schulen des Tibetischen Buddhismus aus gesehen, haben die Anhänger der Sekten Gagyu, Nyingma und Sagya und die der Bon-Religion sich von der Gaxag, die sich hauptsächlich aus Anhängern der Gelug-Sekte zusammensetzt, distanziert. Die Gaxag in Dharamsala, die von den Adligen U-Tsangs beherrscht wird, hat zwar einige Kamba ausgewählt, Regierungsposten zu bekleiden, und einige Personen aus anderen Sekten gebeten, ihrem so genannten "Volkskongress" beizutreten, behandelt jedoch Menschen aus Amdo und aus Kamba und solche, die nicht zur Gelug-Sekte gehören, oft ungerecht, was konkrete Angelegenheiten wie der ständige Wohnsitz und die Zuteilung von Hilfsfonds anbelangt. Beispielsweise wurden Menschen aus U-Tsang im Allgemeinen mehr Geld und Materialien (der Oberschicht mit Macht wurde viel mehr gegeben) als Menschen aus Kamba und Amdo zugeteilt. Dies hat die innewohnenden Widersprüche zwischen den Menschen aus U-Tsang und denen aus Kamba und Amdo sowie die zwischen der Gelug-Sekte und den anderen Sekten intensiviert, und zudem oft zu einer Welle an Anti-Gaxag-Aktivitäten geführt.

Seit vielen Jahren gibt es unter den im Exil lebenden Tibetern verschiedene Fraktionen. Die "Exilregierung" ist bisher nicht in der Lage gewesen, diese zu vereinheitlichen. Beispielsweise hat die "Gesellschaft für das tibetische Glück", die in den 1960ern gegründet wurde und sich hauptsächlich aus hochrangigen Mönchen der Sekten Gagyu, Nyingma und Sagya und der Bon-Religion und Stammesoberhäuptern aus den Bezirken Amdo und Kamba zusammensetzt, die Macht über 13 von Tibetern bevölkerten Gebiete in Indien (auch "13 Gruppen" genannt) mit Zehntausenden von Menschen inne. Sie waren gegen die Vereinigung der von Tibetern bevölkerten Gebiete wie Amdo und Kamba mit Tibet und die Kontrollausübung der Gelug-Sekte über die Sekten Gagyz, Nyingma, Sagya und der Bon. Sie betrieben selbst Unternehmen und Schulen, zeigten keine Unterordnung unter die "Exilregierung", entrichteten dieser keine "Steuern für die Unabhängigkeit" und lehnten es ab, an Demonstrationen für die "Unabhängigkeit Tibets" teilzunehmen. Die "Exilregierung" ist nicht in der Lage gewesen, diese zu zwingen, sich ihr unterzuordnen. Eine andere Gruppe ist die "Armee von Vier Flüssen und Sechs Bergen für die Religionsverteidigung", die Anfang der 1960er im Ausland erneut gegründet wurde. Sie war die einzige bewaffnete Streitkraft, die die Dalai-Clique heranziehen konnte. Sie begann jedoch aus verschiedenen Gründen Ende der 1960er, Ungehorsam gegenüber der Gaxag zu zeigen, und wurde im Jahr 1974 von der nepalesischen Armee vernichtet. Die Organisation "Vier Flüsse und Sechs Berge" hat jetzt mehr als 30 Zweigstellen und kann auf die Unterstützung der Kamba im Ausland zählen. Sie betrachtet die "Unabhängigkeit Tibets" nicht als ihr Ziel und hat Tiefsitzende Widersprüche mit der Gaxag. Mit direkter Unterstützung von den taiwanesischen Behörden ignorierte diese Organsation den 14. Dalai Lama und die "Exilregierung" und unterzeichnete mit Taiwan einen Vertrag über die Unterordnung unter die einheitliche Führung der "Republik China". Dies führte zum Rücktritt der ganzen "Exilregierung" und zur Auflösung des "Volkskongresses", was eine große Krise in der Gaxag auslöste. Die Gaxag-"Exilregierung" hasste die Organisationen "13 Gruppen" und "Vier Flüsse und Sechs Berge" bis ins Mark. Leute wurden entsandt, um deren Hauptquartiere zu zerstören, deren Häuser in Brand zu stecken und deren Hauptführer zu ermorden. Ihnen wurden keine Hilfsmaterialien gegeben und ihren Kindern war es nicht erlaubt, tibetische Schulen zu besuchen.

Alle diese Mittel, die die o. g. beiden Organisationen zur Unterwerfung zwingen sollten, waren jedoch vergebens. Auch die hochrangigen Mönche der Sekten Nyingma, Gagya und Sagya arbeiteten nicht mit dem 14. Dalai Lama zusammen und waren in Länder Europas, Amerikas und Südostasiens gegangen, um dort ihre eigenen Kräfte zu entwickeln und Predigtzentren zu gründen. Ihre Einflusssphäre und die Zahl ihrer Anhänger haben bei weitem die der Gelug-Sekte im Ausland überschritten. Die Gaxag-Clique und ihre Religionsabteilung konnten diesbezüglich nichts machen.

Darüber hinaus gibt es den "Tibetischen Jugendkongress", der mehr als 10 000 Mitglieder hat und eine radikale Organisation ist, die für die Rechte und Interessen des tibetischen Adels kämpft. Hartnäckig an der "Unabhängigkeit Tibets" festhaltend widersetzt sie sich manchmal offen den Richtlinien des 14. Dalai Lama und hat sich nicht vollständig der "Gaxag-Regierung" untergeordnet.

Innerhalb der Dalai-Clique gibt es komplizierte Konflikte zwi¬schen den alten und den jungen, den gemäßigten und den radikalen Fraktionen, zwischen denjenigen, die für Verhandlungen mit der Zentralreigerung sind, und denjenigen, die dagegen sind, zwischen denjenigen, die dafür sind, nach Tibet zurückzukehren, und denjeni¬gen, die gegen einen bewaffneten Kampf sind, und zwischen denjeni¬gen, die hartnäckig an der "Unabhängigkeit Tibets" festhalten, und denen, die wankelmütig sind oder eine abwartende Haltung einnehmen. In den vergangenen 30 Jahren ist die "Exilregierung" kontinuierlich mit internen Konflikten konfrontiert gewesen, wobei ihre Mitglieder gegeneinander intrigierten, auf Macht und Gewinn aus waren und sich gegenseitig bekämpften. Der 14. Dalai Lama hat persönlich viele Dinge zu vermitteln gehabt, jedoch ist es ihm nicht gelungen, die Probleme gründlich zu lösen.
Mit der Spaltung der Dalai-Clique haben viele überseeische Tibeter, insbesondere prominente Figuren, die Zuversicht in die "Exilregierung" verloren und sind in Gruppen nach China zurückgekehrt, um sich hier fest niederzulassen. Darunter waren Doje Balsang (Su Yonghe), der ehemalige Stammeschef von Heishui, Aba in der Provinz Sichuan, der einst die drei von den Tibetern bevölkerten Gebiete vertrat, als er bei den Vereinten Nationen einen Appellbrief einreichte; Ngalo Qunze, der ehemalige Chef des "Volkskongresses" und Dainba Chilie, der ehemalige Generalsekretär des "Volkskongresses" der "Exilregierung". Abgesehen von den mehr als 10 000 im Exil lebenden Tibetern, die in den 1960ern und 1970ern nach China zurückkehrten, sind seit 1979 weitere 2000 in die Heimat zurückgekehrt, um sich dort niederzulassen.
Daher ähnelt die "Gaxag-Regierung" in Dharamsala, die von auslandischen Anti-China-Kräften unterstützt wird, jetzt einem Luftschloss.

 
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