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Tibetisches Go
    Datum:2010-03-05 Quelle: chinatoday.com Autor:  

 

Das Tibetische Go ist ein traditionelles Brettspiel mit religiöser Färbung. Ursprünglich wurden die Spielsteine zur Wahrsagung und Zauberei gebraucht. Aus solchen religiösen Zeremonien entwickelte sich allmählich das tibetische Go. Nach Expertenmeinungen entstand das tibetische Go vor mehr als 4000 Jahren und erfuhr große Entwicklungen in der Blütezeit der Bon-Religion. Herr Yan Zhenzhong wies den Ursprung des heutigen Go aus der Bon-Religion nach.

Das tibetische Go und das Go im Landesinneren haben vom Ursprung her nichts miteinander zu tun. Doch gibt es große Ähnlichkeiten; die Spiele entstanden fast gleichzeitig. Sie werden jeweils von zwei Spielern gespielt, von denen einer die schwarzen und der andere die weißen Steine führt. Auch die Regeln der beiden Brettspiele sind im Großen und Ganzen die gleichen.                             

             
Die weißen und die schwarzen Figuren des tibetischen Gos haben sowohl eine religiöse wie eine ethnische Bedeutung. Überall in Tibet herrscht ja der Kult der weißen Farbe, die für Gerechtigkeit, Glück und edlen Charakter steht. Schwarz hingegen ist ein Zeichen böser Macht, des Unglücks und der Niedertracht. Der Spieler mit den weißen Steinen hat immer den ersten Zug, was die Verehrung der weißen Farbe ausdrückt. Beim Spiel murmelt er Zauberformeln, um seinen Gegner mit den schwarzen Steinen zu verfluchen und zu besiegen, ganz so, als kämpfe er wirklich gegen einen Feind. Beim Go im Landesinneren ist das nicht der Fall. Dort stehen sich beide Spieler von gleich zu gleich gegenüber. Wer in der ersten Partie die weißen Steine hat, muss die nächste Partie mit den schwarzen spielen. Das Schachspiel verläuft ruhig und ohne den Gegner zu verfluchen. Die tibetischen Go-Spieler murmeln dagegen während der Partie Zauberformeln. Dies unterstreicht den engen Zusammenhang mit der Religion, wie ja in Tibet überhaupt fast alle Vergnügungen in religiöser Atmosphäre stattfinden.

Das tibetische Go ist sehr beliebt und die religiöse Komponente verliert sich mit der Entwicklung der Gesellschaft immer mehr. Heute macht dieses Brettspiel den Menschen mehr Spaß als früher.

 
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